Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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jschmit
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von jschmit » Do 18.11.21 19:27

Danke dir ;-) wie muss ich mir das mit dem Oxidieren vorstellen? Was passiert da und wie sieht das später aus? :-)

Lg Joel
Grüße,

Joel

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Lucius Aelius
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Lucius Aelius » Do 18.11.21 20:08

Ganz einfach, aufgrund der Luft wird die Münze anlaufen. Mit etwas Glück dunkeln bspw. die Partien zwischen den Buchstaben stärker, was ein plastischeres Aussehen der Münze bewirken wird. Man sieht ihr dann auch die scharfe Reinigung nicht mehr so an. Dauert halt bloß ein paar Jahre :wink:
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von kc » Do 18.11.21 21:15

Das ist ein prächtiges Stück, Glückwunsch :)
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T........s
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von T........s » Sa 04.12.21 16:57

vespasian.jpg



Divus Vespasian unter Titus 80-81 n.Chr.
Nominal: Denar
Avers: Kopf des Vespasian nach rechts / DIVVS AVGVSTVS VESPASIANVS
Revers: Zwei Steinböcke um einen Schild herum. Auf dem Schild die Inschrift S C
Material: Silber
Durchmesser: 18mm
Gewicht: 3,29g
Münzstätte: Rom
Erhaltung: EF
Referenz: RIC 129


Ich hoffe ich darf den Denar hier als "besonders schönes Exemplar" posten - zumindest finde ich ihn als sehr attraktiv.
Ich konnte bei dem Revers Motiv einfach nicht still halten. Gegen schöne Dinge bin ich machtlos.
Aber Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters.
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 04.12.21 17:07

Absolut paßt diese Münze hier rein; der Münztyp ist ja nicht selten, aber meist so richtig abgegrabbelt. Sehr selten, daß man mal ein so feines Exemplar sieht!

Glückwunsch von

Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!

T........s
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von T........s » Sa 04.12.21 17:12

Homer J. Simpson hat geschrieben:
Sa 04.12.21 17:07
Absolut paßt diese Münze hier rein; der Münztyp ist ja nicht selten, aber meist so richtig abgegrabbelt. Sehr selten, daß man mal ein so feines Exemplar sieht!
Danke vielmals :) ... ich habe jetzt auf den Typ gar nicht geachtet - hat mir einfach "angesprungen" und da dachte ich fein, so einen Denar mag ich haben. War also ein uninformierter Liebhaberkauf - sozusagen.
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Sa 04.12.21 18:06

Timestheus hat geschrieben:
Sa 04.12.21 16:57

Revers: Zwei Steinböcke um einen Schild herum.
Steinbock-Protomen, also halbe Steinböcke :wink:
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von friedberg » Sa 04.12.21 18:21

Hallo Timestheus,

Glückwunsch ! Ein schönes Exemplar, meistens ist das Muster auf dem Globus revers bereits
bis zur Unkenntlichkeit abgegriffen.

Die Bearbeiter des zugehörigen RIC Bandes ordnen die Seltenheit dieses Typs
RIC II 1² Titus 357 mit "C2 - very common" ein.

Ein wenig seltener ist die zweite "Version" dieses Typs bei dem die Körper reves zusammenwachsen.
https://www.forumancientcoins.com/galle ... play_media

Und solange Du immer nur die "Flavier" einkaufst die ich bereits habe ist alles gut :lol:

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Sa 04.12.21 18:27

friedberg hat geschrieben:
Sa 04.12.21 18:21

Ein wenig seltener ist die zweite "Version" dieses Typs bei dem die Körper reves zusammenwachsen.
https://www.forumancientcoins.com/galle ... play_media
Hallo Friedberg,

vielen Dank für diese Aufklärung. Das ist mir bisher noch gar nicht bewusst aufgefallen, dass es da mehrere Versionen gibt :oops:
Ich habe jetzt in meiner Sammlung nachgeschaut: meine Tierchen sind auch zusammengewachsen, aber das SC steht im Feld, es gibt keinen Schild.

Ist diese Version auch erfasst ?

Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von friedberg » Sa 04.12.21 18:38

Hallo Numis-Student,

mir sind bisher nur die beiden Varianten begegnet die David Atherton unterscheidet.
- Körper revers getrennt, Schild und Globus fast gleich groß
https://www.forumancientcoins.com/galle ... play_media
- Körper revers zusammengewachsen, Schild ist wesentlich größer als Globus
https://www.forumancientcoins.com/galle ... play_media

Ein Photo Deines Exemplares wäre nunmehr im Zusammenhang sehr hilfreich.

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von jschmit » Sa 04.12.21 19:17

Schöne Münze, gefällt mir gut!
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Grüße,

Joel

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Di 07.12.21 14:50

friedberg hat geschrieben:
Sa 04.12.21 18:38

Ein Photo Deines Exemplares wäre nunmehr im Zusammenhang sehr hilfreich.
Hallo Friedberg,

anbei das gewünschte Foto.

Schöne Grüße,
MR
Dateianhänge
Vesp_r.jpg
Vesp_a.jpg
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Lucius Aelius » Di 07.12.21 18:35

Klasse Teil MR 👍👍👍
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Gruss
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Di 07.12.21 18:50

Danke, aber das war eher ein Zufallstreffer.

2017 auf der Numismata Wien, ein Lot von 4 Denaren für 140€: ein Marcus Antonius (?, der liegt aber nicht auf der Republik-Lade, entweder ein Fehler des Händlers oder verlegt :? ), ein Alexander Severus und eine Julia Mamaea.
Oder ich habe den Alexander Severus und den Marcus Antonius wieder abgegeben, weil doppelt.
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von friedberg » Di 07.12.21 18:51

Hallo Numis-Student,

vielen Dank für das Photo ! Ich finde zumindest online kein zweites Exemplar
bei dem das SC frei im Feld steht.
Selbst bei den völlig abgenudelten Stücken ist der Schild noch sichtbar.

Prägeschwäche kann es nicht sein da ja die Köpfe daneben deutlich sind.

Grundsätzlich würde ich Dein Stück unter der zweiten selteneren Variante
des Typs einordnen. Der Hauptunterschied besteht ja darin das die Körper
der Protomen "zusammen gewachsen" sind.

Darf ich Dein Photo verwenden um bei den Flavier Experten drüben
in den USA nachzufragen ob denen so ein Stück schon einmal begegnet ist ?

Gewicht und Durchmesser Deines Exemplares hätte ich auch noch gerne
wenn ich fragen darf.

Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen

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