Reinigungsübungen

Tipps zur Reinigung, Konservierung und Photographie von Münzen

Moderator: Homer J. Simpson

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QVINTVS
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von QVINTVS » Do 15.02.24 17:27

Du wirst sicher jemand finden, der ihn dir gerne abnimmt.
Viele Grüße

QVINTVS

Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen,
und wer sie aufzuheben versteht,
hat ein Vermögen.

Jean Anouilh (franz. Dramatiker, 1910 - 87)

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mike h
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von mike h » Do 15.02.24 19:58

Das wäre natürlich möglich.
Zumal ich in Zukunft ohnehin meine Sammlung etwas ausdünnen muß, wenn ich weiter reinigen möchte.
Einerseits nimmt die Sammlung Platz weg, und andererseits kann ich als Rentner nicht mehr ganz so große Sprünge machen.

;-))
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von mike h » Do 29.02.24 12:44

Und jetzt ist auch noch der Trafo vom Mikroskop kaputt gegangen.
:mad:
P1240070Rvn01.JPG
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von hgwb » Mo 04.03.24 10:44

Folgende Münze aus Phrygia habe ich auch mal versucht zu reinigen, da ich es als lohnend angesehen habe.
Leider ist die Patina ziemlich löchrig.
Da ist sicher noch etwas zu machen aber ob sich der Aufwand lohnt?

Das erste Bild ist das Bild aus der Auktion
Dateianhänge
5019240_17050632161.jpg
Phrygia Cotiaeum1.jpg
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von andi89 » Mo 04.03.24 11:24

Da hat sich das Reinigen doch wirklich gelohnt. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Kann auf den Bildern nicht erkennen, das man da noch mehr rausholen könnte.
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von mike h » Fr 08.03.24 17:15

@hgwb
Ob da noch mehr rauszuholen ist, ist bei den dunklen Bildern nicht sicher festzustellen.
Aber ich vermute mal ja...

Da ich momentan nicht dazu komme, den Trafo am Mikroskop auszutauschen, habe ich mich noch mal als Bäcker versucht.
Was findet ihr besser?
Kamp0074.035Rvn02.jpg
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von tilos » Fr 08.03.24 19:52

Die linke hellere Variante. Verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, warum Du fragst.

Gruß
Tilos

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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von mike h » Fr 08.03.24 22:08

tilos hat geschrieben:
Fr 08.03.24 19:52
Die linke hellere Variante. Verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, warum Du fragst.

Gruß
Tilos
Ich frage, weil die Geschmäcker verschieden sind.
Aber ich freue mich, dass ich Deinen Geschmack getroffen hab.
Ich hab mich immer schon über das dunklere Erscheinungsbild geärgert, dass wohl aufgrund meiner mangelnden Erfahrung ganz zu Beginn meiner Reinigungstätigkeit entstanden ist.
Durch das Backen hat sich die Farbe doch zum Besseren entwickelt.

Martin
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von Perinawa » Fr 22.03.24 17:24

Ich ziehe mal um zur Beantwortung...
kc hat geschrieben:
Do 21.03.24 18:52
Bitte vergewaltige das Stück nicht.lasse die Münze so wie sie ist..Säure holt das Kupfer raus, hatte ich auch schon mal.
Alles gut. Zu 99% weiss ich, was ich tue. Die 1% Misserfolg hatte ich vor gar nicht langer Zeit bei einem Republikdenar, der sich leider erst im Nachhinein als subaerat herausgestellt hat.

Ansonsten ist es kein Problem, selbst späte Antoniniane aus "schlechtem" Silber einer Säurebehandlung zu unterziehen. Man sollte sich dabei aber langsam vorarbeiten, d.h. mit einer schwachen Zitronen/Wasser-Lösung beginnen. Wenn alles nichts hilft: 10 Sekunden in die Salzsäure, anschliessend mit Natron gründlich abreiben und sehr gut wässern. Und ich wette, dass wäre auch Frank's Meinung gewesen.

Ein gutes Beispiel: Diese Salonina habe ich vor mehr als zehn Jahren letztendlich in die Salzsäure geworfen, weil alles andere nichts half. Leider habe ich kein Vorher-Foto mehr, aber sie hatte übelste Auflagen. Nach dem kurzen Säurebad war sie natürlich metallisch blank. Gründliches Abreiben mit Natron, eine Stunde wässern, und ein paar Tage später mit Renaissance-Wax massieren.

salonina.JPG

Ich habe das Foto so weit bearbeitet, dass sie dem Ist-Zustand in der Hand - vor allem farbtechnisch - am nächsten kommt.

Sie hat sich in all den letzten Jahren nicht verändert, und ich beobachte sie streng.

Grüsse
Rainer
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von mike h » Sa 23.03.24 12:59

Hallo Rainer,

dein Reinigungsergebnis ist unbestritten sehr gut.
Aber ich persönlich würde eine Säurebehandlung nur sehr ungerne riskieren.

Bei mir ist das schon mal böse daneben gegangen.
So lange eine mechanische Reinigung möglich ist, würde ich die immer vorziehen.

Martin
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von Perinawa » Sa 23.03.24 18:52

mike h hat geschrieben:
Sa 23.03.24 12:59

So lange eine mechanische Reinigung möglich ist, würde ich die immer vorziehen.
Da bin ich bei dir.

Wenn man die schwarzen Auflagen - wie bei meinem Divo Pio Antoninian - sieht, könnte man meinen, dass sie beim Ansetzen der Nadel sofort abplatzen. Leider sitzen sie massiv fest auf der Oberfläche. Ich denke, es ist eine Mischung aus auskristallisiertem Kupfer mit Ablagerungen von "aussen".

Selbst, wenn ich deine Fähigkeiten hätte, eine Münze kratzerfrei mit der Nadel zu bearbeiten, so dass ich die Auflagen vollständig mechanisch entfernen könnte, bliebe darunter leider eine helle Stelle. Das hatte ich schon, dazu winzige Kratzerchen (weil ich deine Fähigkeiten eben nicht besitze) und letztendlich ging das Münzlein dann doch ins Säurebad.

Aber generell hast du natürlich recht. Du reinigst aber auch vorwiegend Bronzen, oder? Da ist Säure sehr oft sowieso kontraproduktiv.

Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass sich Silber- bzw. silberhaltige Münzen recht gut durch Säure reinigen lassen. Die Finger von der Chemie lasse ich allerdings bei Subaeraten und solchen mit poröser Oberfläche.

Weiterhin muss man sich darüber im Klaren sein, dass nach der Säure die Münze glänzt. Und je "besser" das Silber ist, desto mehr glänzt es.

Grüsse
Rainer
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Re: Reinigungsübungen

Beitrag von mike h » Sa 23.03.24 21:50

Hallo Rainer,

über die guthaltigen Silbermünzen brauchen wir nicht zu reden.
Da sind wir ja einer Meinung.
Die mache ich ja auch mit Säuren.
Die kann man ja auch leicht wieder "altern".
Aber wenn ein Billon-Antoninian einmal kupferrot ist, dann bekommst Du ihn nicht mehr glaubwürdig silbern.

Martin
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