Unsere große Jahreszahlen-Reihe
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe
Keine Marke, aber dafür ein schöner Groschen.
Jülich-Kleve-Berg für die Grafschaft Ravensberg, 1 Groschen 1609, geprägt in der Stadt, die es nicht gibt (#Bielefeldgibtesnicht).
Variante mit .1.6.0.9.
Gruß Chippi
Jülich-Kleve-Berg für die Grafschaft Ravensberg, 1 Groschen 1609, geprägt in der Stadt, die es nicht gibt (#Bielefeldgibtesnicht).
Variante mit .1.6.0.9.
Gruß Chippi
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Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe
Mit der erstmals mechanischen Prägung von Kupfermünzen 1608 durch das Domkapitel von Münster vollzog sich endgültig der Übergang von einstigen Abrechnungsmarken/Präsenzeichen hin zu Kreditgeld. Hier das 3 Pfennig Stück von 1608 (22mm, 1,74 g) mit dem Gegenstempel des Bursars Engelbert von Brabeck (3 Wolfsangeln). Münzmeister war Elias Kemfzer, die Prägung erfolgte in Schöneflieth, einer domkapitularischen Burg bei Greven.
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe
Die Bursarienzeichen/Münzen wurden in den Nominalen von 1 Heller bis 3 Schilling geprägt. Hier das 3 Schilling Stück (33 mm, 8,01 g) bei dessen Gegenstempel auch die Initialen des Dombursars (EVB) mit angegeben sind.
Viele Grüße
MartinH
Viele Grüße
MartinH
- ischbierra
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe
Und hier noch mal das 3-Pfennig Stück ohne Gegenstempel
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe
Dann mach ich auch mal mit.
3 Kreuzer 1608
Schweiz - Zug
Liebe Grüße
3 Kreuzer 1608
Schweiz - Zug
Liebe Grüße
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe 1607
Ich bin aus dem Urlaub zurück und freue mich, auf einen Schlag eine Vielzahl interessanter Münzen betrachten zu können - und dazu auch noch neue Mitspieler zu sehen. Die Kipper- und Wipperzeit, in der die Welfen ja leider stark aktiv waren, habe ich leider verpasst, steige nun aber wieder ein, und zwar mit einem Halbtaler, der unter Herzog Heinrich Julius in Zellerfeld geprägt worden ist.
Braunschweig-Wolfenbüttel, halber Reichstaler 1607, Welter 656
Braunschweig-Wolfenbüttel, halber Reichstaler 1607, Welter 656
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe
Schade dass ich mich nicht früher hier angemeldet hab. 17. - 18. Jahrhundert hätte ich viele Jahrgänge beisteuern können.
1607 hab ich auch noch was.
3 Kreuzer - Straßburg - Bischof Karl von Lothringen mit Titel von Kaiser Rudolf II. Auf dem Reverse
Erläuterung aus einer Auktion:
Karl von Lothringen wurde im Jahr 1592 zum Bischof von Straßburg gewählt. Gleichzeitig wurde jedoch auch der 15-jährige Johann Georg von Brandenburg vom protestantischen Domkapitel zum Bischof berufen. So kam es zum Straßburger Kapitelstreit zwischen den beiden Parteien, der auch in bewaffneten Auseinandersetzungen endete. 1593 fand man einen Kompromiss und spaltete das Bistum in zwei Teile. Diese politische Spaltung wurde letztendlich im Jahr 1599 vom Kaiser beendet, der ein Votum für Bischof Karl einlegte. Dieser traditionelle Kreuzer mit elsass-lothringischer Prägung zeugt von dieser historischen Auseinandersetzung.
Liebe Grüße, Martin
1607 hab ich auch noch was.
3 Kreuzer - Straßburg - Bischof Karl von Lothringen mit Titel von Kaiser Rudolf II. Auf dem Reverse
Erläuterung aus einer Auktion:
Karl von Lothringen wurde im Jahr 1592 zum Bischof von Straßburg gewählt. Gleichzeitig wurde jedoch auch der 15-jährige Johann Georg von Brandenburg vom protestantischen Domkapitel zum Bischof berufen. So kam es zum Straßburger Kapitelstreit zwischen den beiden Parteien, der auch in bewaffneten Auseinandersetzungen endete. 1593 fand man einen Kompromiss und spaltete das Bistum in zwei Teile. Diese politische Spaltung wurde letztendlich im Jahr 1599 vom Kaiser beendet, der ein Votum für Bischof Karl einlegte. Dieser traditionelle Kreuzer mit elsass-lothringischer Prägung zeugt von dieser historischen Auseinandersetzung.
Liebe Grüße, Martin
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe
endlich kann ich ja auch mal was beisteuern
1 Taler 1607, Sachsen-Albertinische Linie, Christian II.
Bis zur Volljährigkeit von Christian (1601) standen die drei Brüder Christian, Johann Georg und August unter der Vormundschaft des Herzogs von Sachsen-Weimar und waren auf den Münzen nebeneinander dargestellt (die bekannten Dreibrüdertaler).
Bei Erreichen der Volljährigkeit wurde das Münzbild so geändert, dass Christian allein auf der Vorderseite und seine beiden Brüder auf der Rückseite zu sehen sind. Die Münzen wurden in Dresden unter dem Münzmeister Heinrich von Rehnen ("HR") geprägt. Der Stempelschneider war Herbart von Lünen.
Mit Christian II. vollzog Sachsen eine Rückkehr zum orthodoxen Luthertum, was z.B. dem calvinistischen Kanzler Nikolaus Krell zum Verhängnis wurde. (Ein kleiner Stein auf dem Dresdner Neumarkt erinnert heute noch an die Hinrichtungsstelle von 1601)
Ansonsten war er wohl eher einer der unbedeutenderen sächsischen Kurfürsten. Lt. Wikipediaeintrag war er: "intellektuell kaum in der Lage, die Staatsgeschäfte zu führen und dabei völlig von Beratern abhängig".
Christian II. wird nur 27 Jahre alt werden. Es wird geschrieben, dass ihn nach ausgiebiger Völlerei am 23.6.1611 der Schlag traf als er nach der Jagd überhitzt größere Mengen kalten Bieres trank.
Ihm folgte sein jüngerer Bruder Johann Georg I. auf den Kurfürstenthron. (siehe Taler von 1614 hier in der Jahreszahlenreihe)
Gruß
Mario
1 Taler 1607, Sachsen-Albertinische Linie, Christian II.
Bis zur Volljährigkeit von Christian (1601) standen die drei Brüder Christian, Johann Georg und August unter der Vormundschaft des Herzogs von Sachsen-Weimar und waren auf den Münzen nebeneinander dargestellt (die bekannten Dreibrüdertaler).
Bei Erreichen der Volljährigkeit wurde das Münzbild so geändert, dass Christian allein auf der Vorderseite und seine beiden Brüder auf der Rückseite zu sehen sind. Die Münzen wurden in Dresden unter dem Münzmeister Heinrich von Rehnen ("HR") geprägt. Der Stempelschneider war Herbart von Lünen.
Mit Christian II. vollzog Sachsen eine Rückkehr zum orthodoxen Luthertum, was z.B. dem calvinistischen Kanzler Nikolaus Krell zum Verhängnis wurde. (Ein kleiner Stein auf dem Dresdner Neumarkt erinnert heute noch an die Hinrichtungsstelle von 1601)
Ansonsten war er wohl eher einer der unbedeutenderen sächsischen Kurfürsten. Lt. Wikipediaeintrag war er: "intellektuell kaum in der Lage, die Staatsgeschäfte zu führen und dabei völlig von Beratern abhängig".
Christian II. wird nur 27 Jahre alt werden. Es wird geschrieben, dass ihn nach ausgiebiger Völlerei am 23.6.1611 der Schlag traf als er nach der Jagd überhitzt größere Mengen kalten Bieres trank.
Ihm folgte sein jüngerer Bruder Johann Georg I. auf den Kurfürstenthron. (siehe Taler von 1614 hier in der Jahreszahlenreihe)
Gruß
Mario
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https://numismatik.mario-weidner.de/ Mitglied im Numismatischen Verein zu Dresden
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe
Dann mache ich mal mit Jahreszahl 1606 weiter: Ein Armenzeichen der Stadt Antwerpen mit dem Vs-Stempel von 1620 und dem Rs Stempel von 1606. (Neumann 13981, 23 mm, 3,85 g).
Armenzeichen sind Zeugnisse der europäischen Sozialgeschichte. Am Übergang zwischen Mittelalter und früher Neuzeit setzten zwei ineinander verwobene Prozesse ein, die Wesen und Ziele der Armenfürsorge veränderten. Zum einen fand eine Neubewertung der Armut statt: an die Stelle des positiven Armutsbildes des Mittelalters trat zunehmend das Stereotyp des lästigen und unwürdigen Armen; auch wandelte sich Armut in der gesellschaftlichen Wahrnehmung von einem individuellen zu einem sozialen Problem, welches ein erzieherisches Vorgehen der Gemeinschaft erfordert (Pädagogisierung der Armenfürsorge). [Quelle: https://www.uni-muenster.de/Geschichte/ ... rsorge.htm]. Als Folge dessen und auch auf Veranlassung der durch Kaiser Karl V 1540 erlassenen Armengesetzgebung verabschiedeten die Städte Armen-/Almosenordnungen. Armenzeichen dienten häufig „würdige“ Arme zu bestimmen und so fremde Bettler von der städtischen Almosenverteilung auszuschließen. (Literatur z.B.: Sebastian Schmidt, Jens Aspelmeier: Norm und Praxis der Armenfürsorge in Spätmittelalter und früher Neuzeit, Stuttgart, 2006).
Viele Grüße
MartinH
Armenzeichen sind Zeugnisse der europäischen Sozialgeschichte. Am Übergang zwischen Mittelalter und früher Neuzeit setzten zwei ineinander verwobene Prozesse ein, die Wesen und Ziele der Armenfürsorge veränderten. Zum einen fand eine Neubewertung der Armut statt: an die Stelle des positiven Armutsbildes des Mittelalters trat zunehmend das Stereotyp des lästigen und unwürdigen Armen; auch wandelte sich Armut in der gesellschaftlichen Wahrnehmung von einem individuellen zu einem sozialen Problem, welches ein erzieherisches Vorgehen der Gemeinschaft erfordert (Pädagogisierung der Armenfürsorge). [Quelle: https://www.uni-muenster.de/Geschichte/ ... rsorge.htm]. Als Folge dessen und auch auf Veranlassung der durch Kaiser Karl V 1540 erlassenen Armengesetzgebung verabschiedeten die Städte Armen-/Almosenordnungen. Armenzeichen dienten häufig „würdige“ Arme zu bestimmen und so fremde Bettler von der städtischen Almosenverteilung auszuschließen. (Literatur z.B.: Sebastian Schmidt, Jens Aspelmeier: Norm und Praxis der Armenfürsorge in Spätmittelalter und früher Neuzeit, Stuttgart, 2006).
Viele Grüße
MartinH
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- Erdnussbier (So 02.10.22 13:13) • didius (So 02.10.22 14:43) • Münzfuß (So 02.10.22 15:05) • ischbierra (So 02.10.22 17:25) • Numis-Student (So 02.10.22 18:54) • mimach (So 02.10.22 20:43) • olricus (So 02.10.22 21:14) • TorWil (Mo 03.10.22 07:21) • ThomasM (Mo 03.10.22 08:20) • Chippi (Mo 03.10.22 16:25) und ein weiterer Benutzer
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe 1606
Aus der Prägestätte St. Andreasberg stammt dieser Reichstaler (Welter 643) mit dem Heiligen Andreas.
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe 1605
Hildesheim Bistum, 1/24 Taler:
Wismar, 2 Schilling:
Wismar, 2 Schilling:
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe 1605
Wie aus einer Kurantmünze ein Zeichen wurde (und später häufig wieder eine Kurntmünze): Dazu möchte ich einen Nürnberger Losungs-Guldenthaler aus 1605 vorstellen (Gebert 105a, 37,5 mm, 24,52 g).
Schöttle (Systematik der Marken alter und neuer Zeit, in: NZ 53, 1920, S. 1–35) beschreibt das Nürnberger Steuersystem recht anschaulich:
„Die hauptsächliche Finanzquelle der Reichstadt Nürnberg bildete eine Vermögenssteuer, dort Losung genannt. Ihre Veranlagung und Erhebung ging aber ganz und gar anders vor sich, als in der Gegenwart gebräuchlich ist: weder über den von dem einzelnen Steuerpflichtigem gezahlten Steuerbetrag noch über die Höhe des diesem zugrunde liegenden Vermögens und Einkommens durfte die Steuerbehörde und überhaupt die Obrigkeit etwas erfahren. Jedermann berechnete die von ihm zu zahlende Steuer selber für sich allein und zahlte sie, indem er bei dem Losungsamt die Geldsumme in eine mit Einwurfsspalte versehene Truhe fallen ließ, was unter einem Teppich geschah, mit dem die Truhe bedeckt war.
Die Zahlung durfte aber nicht in der stetig im Wert sinkenden Kleinmünze erfolgen; in der zweiten Hälfte des XVI. Jhdt. sollte sie halb in Goldgulden und halb in den silbernen Guldengroschen des Reichsmünzgesetzes von 1559 geleistet werden. Wem solche Sorten mangelten, der konnte sie von der Stadt sich im Wechsel verschaffen.“
1604-1608 wurden von der Stadt tatsächlich kurante Gold- und Silbermünzen verwendet und diese Stücke mit einer Punze „LO“ versehen, die später i.d.R entfernt wurden, um sie wieder als Kurantmünze zu benutzen. Da mit der eintretenden Geldverschlechterung Missbrauch mit den gepunzten Münzen getrieben wurde, ging die Stadt dazu über "Gold"- und "Silber"gulden mit geringem Metallwert herzustellen.
Viele Grüße
MartinH
Schöttle (Systematik der Marken alter und neuer Zeit, in: NZ 53, 1920, S. 1–35) beschreibt das Nürnberger Steuersystem recht anschaulich:
„Die hauptsächliche Finanzquelle der Reichstadt Nürnberg bildete eine Vermögenssteuer, dort Losung genannt. Ihre Veranlagung und Erhebung ging aber ganz und gar anders vor sich, als in der Gegenwart gebräuchlich ist: weder über den von dem einzelnen Steuerpflichtigem gezahlten Steuerbetrag noch über die Höhe des diesem zugrunde liegenden Vermögens und Einkommens durfte die Steuerbehörde und überhaupt die Obrigkeit etwas erfahren. Jedermann berechnete die von ihm zu zahlende Steuer selber für sich allein und zahlte sie, indem er bei dem Losungsamt die Geldsumme in eine mit Einwurfsspalte versehene Truhe fallen ließ, was unter einem Teppich geschah, mit dem die Truhe bedeckt war.
Die Zahlung durfte aber nicht in der stetig im Wert sinkenden Kleinmünze erfolgen; in der zweiten Hälfte des XVI. Jhdt. sollte sie halb in Goldgulden und halb in den silbernen Guldengroschen des Reichsmünzgesetzes von 1559 geleistet werden. Wem solche Sorten mangelten, der konnte sie von der Stadt sich im Wechsel verschaffen.“
1604-1608 wurden von der Stadt tatsächlich kurante Gold- und Silbermünzen verwendet und diese Stücke mit einer Punze „LO“ versehen, die später i.d.R entfernt wurden, um sie wieder als Kurantmünze zu benutzen. Da mit der eintretenden Geldverschlechterung Missbrauch mit den gepunzten Münzen getrieben wurde, ging die Stadt dazu über "Gold"- und "Silber"gulden mit geringem Metallwert herzustellen.
Viele Grüße
MartinH
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- mimach (Mo 03.10.22 09:12) • Münzfuß (Mo 03.10.22 10:16) • Chippi (Mo 03.10.22 16:27) • olricus (Mo 03.10.22 21:38) • Tobias DMark Show (Di 04.10.22 06:48) • ischbierra (Di 04.10.22 09:59) • TorWil (Di 04.10.22 14:44) • Numis-Student (Di 04.10.22 18:17) • züglete (Do 06.10.22 13:36)
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe 1605
Ebenfalls zu 1605 noch 2 Kupfermünzen der Stadt Paderborn: Ein 1 Pfennig Stück (Schwede 367 A/a, 14 mm, 0,79 g) und ein 6 Pfennig Stück (Schwede 362 A/a, 23 mm, 2,68 g) in der Münzstädte Paderborn vom Münzmeister Christoph Uhrmacher in Walzenprägung hergestellt.
Interessant ist die (teils griechische) Umschrift beim 6 Pfennig Stück auf der Rückseite: THEODORI DORON = Geschenk Dietrichs (Fürstbischofs Dietrich IV von Fürstenberg). Den Hintergrund dazu beschreibt Schwede (Das Münzwesen im Hochstift Paderborn) ausführlich. Nachdem der katholische Fürstbischof die protestantische Stadt 1604 eingenommen hatte, befand diese sich in einer katastrophalen finanziellen Lage und bat den Landesherrn im Jahr 1605 zur Bestreitung der städtischen Ausgaben Kupfermünzen prägen zu dürfen. Der Bischof erteilte am 29.9.1605 die Erlaubnis zur Münzprägung - einmalig über 7000 Taler für einen Zeitraum von 7 Jahren. Die Münzen durften nur an „Weltliche“ ausgegeben werden und galten nur im Stadtgebiet. 4000 Taler, insb. 12 Pfennige, wurden später wieder eingewechselt.
Interessant ist die (teils griechische) Umschrift beim 6 Pfennig Stück auf der Rückseite: THEODORI DORON = Geschenk Dietrichs (Fürstbischofs Dietrich IV von Fürstenberg). Den Hintergrund dazu beschreibt Schwede (Das Münzwesen im Hochstift Paderborn) ausführlich. Nachdem der katholische Fürstbischof die protestantische Stadt 1604 eingenommen hatte, befand diese sich in einer katastrophalen finanziellen Lage und bat den Landesherrn im Jahr 1605 zur Bestreitung der städtischen Ausgaben Kupfermünzen prägen zu dürfen. Der Bischof erteilte am 29.9.1605 die Erlaubnis zur Münzprägung - einmalig über 7000 Taler für einen Zeitraum von 7 Jahren. Die Münzen durften nur an „Weltliche“ ausgegeben werden und galten nur im Stadtgebiet. 4000 Taler, insb. 12 Pfennige, wurden später wieder eingewechselt.
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe 1605
Und als letzter Beitrag wieder ein Armenzeichen aus Antwerpen, diesmal mit dem Rs. Stempel von 1605 (Neumann 13980, 24 mm, 5,01 g). Das B könnte für Brot stehen.
Interessant finde ich die Geschichte zum Antwerpener Stadtwappen, dass neben der Burg „Steen“ 2 Hände zeigt.
Nach Wikipedia hat es damit folgende Bewandtnis: „Die zwei Hände im Stadtwappen erinnern an die Legende vom Riesen Druon Antigoon, der einst die Gegend terrorisiert haben soll, bis er von Salvius Brabo besiegt wurde. Dieser soll ihm die Hände abgehackt und in die Schelde geworfen haben.“
Interessant finde ich die Geschichte zum Antwerpener Stadtwappen, dass neben der Burg „Steen“ 2 Hände zeigt.
Nach Wikipedia hat es damit folgende Bewandtnis: „Die zwei Hände im Stadtwappen erinnern an die Legende vom Riesen Druon Antigoon, der einst die Gegend terrorisiert haben soll, bis er von Salvius Brabo besiegt wurde. Dieser soll ihm die Hände abgehackt und in die Schelde geworfen haben.“
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Re: Unsere große Jahreszahlen-Reihe 1605
Da habe ich doch glatt vergessen die Bilder des 1 Pfennig 1605 von Paderborn hochzuladen - sorry.
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