Schlag in die Magengrube

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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Perinawa
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Perinawa » Sa 14.11.20 19:15

Hansa hat geschrieben:
Sa 14.11.20 18:55
Aber es gibt doch auch reichlich antike Güsse,oder?
Ja, aber das sind ausschliesslich AE-Güsse.
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beachcomber
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von beachcomber » So 15.11.20 12:30

das stimmt so nicht! die weissmetallfälschungen von denaren sind alle gegossen!
aber hier geht es nicht um guss oder nicht guss sondern um stil! und der ist modern!
grüsse
frank
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von mike h » So 15.11.20 14:10

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Hansa
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Hansa » So 15.11.20 20:18

Güsse erkennt man doch u.a. am Rand wie ich das bei Olafs Münze auf 4, 5 Uhr auf dem Revers Foto zu sehen glaube. Und an den flauen Konturen wie bei der Münze, die Mike zeigt. Was an dem Stil "modern" sein soll, erschließt sich mir nicht und warum haben alle Stücke unterschiedliche Gewichte.
Mit der Verkleinerung der Fotos auf 150 KB habe ich Probleme und weder Zeit noch Muße um mich in die Technik einzuarbeiten. Aber mein Stück hat in etwa das Aussehen von Olafs Münze, nur ohne "Loch" auf 11 Uhr (Avers) und mit unverdächtigerem Rand.
Guss ja, aber modern? Ich glaube eher nicht, zumindest, was die mögliche "Mutter" betrifft so sie existiert. Aber wie gesagt, mir gefällt das Stück so oder so und als eine mögliche barbarische (germanische) Imitation kommt sie für mich schon rüber...
Gruß Hans

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Perinawa
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Perinawa » Mo 16.11.20 06:10

beachcomber hat geschrieben:
So 15.11.20 12:30
das stimmt so nicht! die weissmetallfälschungen von denaren sind alle gegossen!
Da hast du natürlich recht. Weissmetall ist kein AE. Ich wollte auch nur die edlen Metalle ausschliessen.

Grüsse
Rainer
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von jschmit » Mi 25.11.20 08:03

Ich habe jetzt auf Facebook selbigen (natürlich nicht stempelgleich) gefunden. Steht nicht zum Verkauf, sondern der Besitzer wollte ohn nur zeigen. Hat ihn (angeblich) in der Ukraine gefunden und beschrieb ihn so:

An imitative AR "denarius", circa AD 150-250, Chernyakhov culture.
17mm, 3.31 g

Lg Joel
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Laurentius » Mi 25.11.20 10:42

Sehr gut Joel, gut aufgepaßt. Dieses Exemplar paßt doch sehr gut hier herein!

Ich bin auch weiterhin davon überzeugt, das der "barbarisch imitative Stil" von Olafs
Ausgangsmünze antik ist. Nur das irgendein ein Witzbold recht gute Abgüsse davon
gefertigt hat. Irgendwo gibt es eine echte "Mutter". Auch aus Fälscherlist würde es
keinen Sinn machen, einen Stempel zu entfwerfen, eine Münze zu prägen, diese
natürlich abzunutzen und dann viele Abgüsse davon zu machen. Dann müßte es
auch weitere stempelgleiche Exemplare von geprägter Art geben und nicht nur
Güsse.

vg Laurentius
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von jschmit » Do 26.11.20 21:50

Ein weiterer ist aufgetaucht, auch hier wieder Ukraine. Die Erklärung dazu (nicht meine ;) )

Imitation, struck by one of the tribes that were part of the conglomerate called the Chernyakhov culture. Probably after denarius of Fau I.

Lg Joel
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Joel

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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Georg5 » So 06.12.20 09:13

Guten Tag!
Darf ich noch mehr hinzufügen ... Dies ist 2018 .... :D :D :D :D :D
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Grüße, Georg
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Laurentius » So 06.12.20 09:31

Hallo Georg,

vielen Dank für die sehr guten hinzugefügten Bilder dieses Exemplares. Auch in diesem Fall
sprechen die Merkmale leider für einen sehr gut gemachten Abguss. Besonders auf dem
vorletzten Photo kann man auf dem Rand sehr gut einen Trenngrat erkennen. Wir hatten
ja bis jetzt noch keine Aufnahmen vom Rand dieser Stücke. Hinzukommend der von Perinawa
erkannte nicht durchgängige Schrötlingsriss.

vg Laurentius
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Georg5 » So 06.12.20 09:36

Guten Tag!
Heute während des Tages werde ich versuchen, die gesamte Kante in guter Qualität zu fotografieren.
Grüße, Georg
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Perinawa » So 06.12.20 09:52

Wobei ich mich hier aber frage, wieso das innere Material, das im Schrötlingsriss zu erkennen ist, absolut authentisch dunkel und scharftkantig ausschaut. Wenn es eine Gussfälschung ist, dann eine verdammt gute..... :?
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Georg5 » So 06.12.20 09:57

Perinawa hat geschrieben:
So 06.12.20 09:52
Wobei ich mich hier aber frage, wieso das innere Material, das im Schrötlingsriss zu erkennen ist, absolut authentisch dunkel und scharftkantig ausschaut. Wenn es eine Gussfälschung ist, dann eine verdammt gute..... :?

Hallo!
Ich werde versuchen, den Riss unter einem Mikroskop zu zeigen. Das Wichtigste ist, dieses Exemplar zu finden ... Ich habe es seit einigen Jahren nicht mehr gesehen. Ich werde versuchen, die klarsten und qualitativ hochwertigsten Fotos von verschiedenen Seiten zu machen.
Grüße, Georg
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Perinawa » So 06.12.20 10:18

Ja, aber so eine Münze muss man in der Hand halten, um etwas sagen zu können.
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Laurentius
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Re: Schlag in die Magengrube

Beitrag von Laurentius » So 06.12.20 11:58

Wobei ich mich hier aber frage, wieso das innere Material, das im Schrötlingsriss zu erkennen ist, absolut authentisch dunkel und scharftkantig ausschaut. Wenn es eine Gussfälschung ist, dann eine verdammt gute.....
Es sind jetzt schon mindestens 6 Exemplare bekannt, die fast alle komplett identisch sind. Das kann
kein Zufall sein. Genau mit den den gleichen abnutzungsbedingten Umlaufspuren.
Ich denke in Sachen Guss und nachträglicher Alterung ist schon einiges möglich.

vg Laurentius
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