Paris: Museum des Cabinet des Médailles in Gefahr !!!!!!!!!!

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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crispus
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Paris: Museum des Cabinet des Médailles in Gefahr !!!!!!!!!!

Beitrag von crispus » Sa 06.02.10 12:10

Es wird zur Zeit Ûber die Zunkunft des ältesten französischen Museum gesprochen.
Das Museum des Cabinet des Médailles in Paris soll geschlossen werden !!!! :( eine Petition gegen diese Entscheideung leuft zur Zeit.
Ich genke dass jeder Münzen, Kunst und Gesischteliebhaber sich da melden sollte.

hier ein Mail dass ich Heute Morgen erhalten habe:
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Bonjour et merci pour votre soutien et vos encouragements.
Voici déjà l'appel à la pétition en anglais.
Bien cordialement,
Association pour la sauvegarde du Musée des médailles et antiques

The Cabinet des Médailles et Antiques in Paris is a first rank Museum which preserves French National Treasures (Merovingian Kings Childeric's Weapons and Dagobert's Throne, the so-called Charlemagne's Chessmen, etc.). It has been enriched till nowadays through many acquisitions and bequests (Count Caylus, Duke de Luynes, Schlumberger...). So much that it is one of the very first collections of the World in Greek Ceramics, Cameos and Coins, as well as Marble, Bronze, Ivories... But, shamefully, if nothing is done, this Centuries-old Museum will come to an end. To learn more about it, please have a look at our website :
http://www.cabinetdesmedailles.net

Help us to save the Museum, broadcast these news, sign here : http://jesigne.fr/sauvonsleplusancienmuseedefrance ...and come and visit us.

With thanks,
Association pour la sauvegarde du Musée des médailles et antiques : info@cabinetdesmedailles.net

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Danke, Crispus
wo der Ozean die Erde berührt

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » Sa 06.02.10 12:43

Ich habe mich schon eingetragen. Mal sehen ob es etwas nützt! :wink:
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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 06.02.10 23:12

Die spinnen, die Gallier - die Germanen auch, nur anders. Bei uns werden sie bald alle Münzen in Privatbesitz beschlagnahmen, und dort wollen sie das Museum zumachen... :roll:

Homer
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mias
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Beitrag von mias » So 07.02.10 11:55

Kann jemand soweit Franzoesisch, dass er versteht, was aus den Muenzen wird? Werden diese dann verkauft? Wenn ja, dann waeren es knapp 100,000 roemische Muenzen, die den Markt ueberfluten wuerden. Und dann muessten ja - schon allein durch die Ankuendigung - schlagartig die Preise unserer Lieblinge in den Keller gehen, was mich jetzt eher freuen wuerde. :)

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Beitrag von klausklage » So 07.02.10 12:14

@mias: In dem Falle wäre ich auch dafür, dass das Museum dicht macht! :D Aber wahrscheinlich wird man sie einschmelzen oder an den Originalfundplätzen wieder eingraben.
Olaf
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Beitrag von beachcomber » So 07.02.10 13:35

Aber wahrscheinlich wird man sie einschmelzen oder an den Originalfundplätzen wieder eingraben.
sehr wahrscheinlich! :wink:
nein, sie werden dahin kommen, wo sie die hardcore-spinner am liebsten sehen - in die asservatenkamer!
wenn man dann eine wissenschaftlliche begründung in drei durchschlägen einreicht, ein jahr lang auf die bearbeitung des antrags wartet, bekommt man vielleicht einen termin, wo man ausgewählte stücke betrachten darf. :(
grüsse
frank

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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » So 07.02.10 14:23

War schon mal jemand in diesem Museum? Mir ist das nie aufgefallen.
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Beitrag von richard55-47 » So 07.02.10 15:00

Es herrscht die nackte Geldnot, eine ordnungsgemäße Aufbewahrung von Ausstellungsstücken (Temperatur, Luftfeuchte etc.) ist nicht mehr gewährleistet.

Es besteht deshalb die Absicht, das Museum in seiner Gesamtheit zu schließen und sämtliche Ausstellungsstücke einzulagern. Damit sind sie in einem Dornröschenschlaf, irgendwann werden sie, vermute ich, auf einzelne Museen verteilt.

In meinem Kommentar habe ich geschrieben:

J'espère que le musée restera ce qu'il mérite: ouvert pour tous.
do ut des.

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chinamul
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Beitrag von chinamul » So 07.02.10 18:30

Wenn es sich um ein Museum handelte, das mit seinem numismatischen Riesenbestand spürbar in das einschlägig interessierte Publikum hineingewirkt hätte, würde ich auch sofort unterschreiben. Da ich aber, wie offenbar auch andere Forumsfreunde, noch nie von diesem Museum gehört habe, scheint es mit dessen Öffentlichkeitsarbeit nicht sehr weit her zu sein, was allerdings für die meisten bedeutenden Sammlungen gilt.
Die Berliner Sammlung mit über einer halben Million Stücken tritt publizistisch ebenfalls kaum in Erscheinung, so daß ich manchmal den Eindruck habe, daß unser Forum für die Verbreitung numismatischen Wissens in allen Bevölkerungs- und Bildungsschichten mehr leistet als jedes Museum. An dieser generellen Feststellung ändert sich auch nichts durch die eher spärlichen Veröffentlichungen von Sammlungskatalogen. Wenn mit dem Material Forschung betrieben wird, so geschieht das weitgehend ohne spätere Teilhabe der interessierten Öffentlichkeit an deren Ergebnissen.
Hat sich beispielsweise schon ein einziges Mal ein Museum offiziell bei uns im Forum zu Wort gemeldet, um ad hoc Dinge zurechtzurücken oder zu kommentieren, bei denen wir Laien möglicherweise geirrt haben oder nur unvollständig informiert waren? Sollten wir mit unserem Bemühen um die Numismatik vielleicht von den Gralshütern in den Museen nicht für voll genommen werden? Dann wäre eine öffentliche und mit Mitteln der Allgemeinheit unterhaltene Sammlung eine hochelitäre Angelegenheit für einige wenige Auserwählte, die ihr aus der Sammlung gewonnenes Wissen fein für sich behalten.
Ganz ketzerisch könnte man fragen: Was würde sich für die breite Masse schon groß ändern, wenn dieses Museum wie auch andere schließen müßte, wenn es seinen Bildungsauftrag - aus welchen Gründen auch immer - ohnehin kaum oder gar nicht wahrnimmt?

Gruß

chinamul
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Beitrag von Peter43 » So 07.02.10 18:46

Handelt es sich dabei nicht um das Institut, an dem Cohen gearbeitet hat?
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Altamura

Beitrag von Altamura » So 07.02.10 18:53

In den letzten paar Monaten ist mir das Cabinet des Médailles zweimal aufgefallen: Sowohl in der Alexander-Ausstellung in Mannheim als auch in der Vandalen-Ausstellung in Karlsruhe waren Stücke aus Paris vertreten, und zwar nicht die schlechtesten :D .

Ich hatte mich da gefragt, warum die so großzügig ausleihen. Wenn die Alternativen aber "Depot" oder "Ausleihe" heißen, dann stellt sich das schon wieder ein bisschen anders dar.

Etwas belämmernd ist auch die Internet-Präsenz. Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann gibt es dort ganze sechs (sic!) Münzen zu sehen, auf den Seiten der BNF (zu der das Cabinet des Médailles ja gehört) dann nochmal ein oder zwei. Das erscheint mir ein bisschen mickrig, auch da wird nicht viel für die Öffentlichkeit getan (sieht bei anderen Museen aber ähnlich aus, Berlin scheint da schon eine Ausnahme zu sein).

Gruß

Altamura

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didius
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Beitrag von didius » So 07.02.10 19:11

Hallo,

da hat Altamura schon recht. Das Berliner Münzkabinett ist da schon eine Ausnahme, und zwar eine vorbildliche.

Der interaktive Katalog des Münzkabinetts wird immer weiter ausgebaut und hat mittlerweile mehr als 10.000 Münzen online.
http://www.smb.museum/ikmk

Da wir alle wissen, wie zeitaufwändig die wissenschaftliche und geschichtlich korrekte Aufarbeitung des unglaublich vielfältigen Gebiets der Numismatik ist, dazu dann noch die erforderliche professionelle Fotografie, dann ist dass schon eine Leistung :!:

Viele Grüße
didius

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mias
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Beitrag von mias » Mo 08.02.10 04:40

Hallo zusammen,

Hat die "Bibliotheque Nationale de France" etwas mit dem oben aufgefuehrten Museum zu tun?

Nur so zur Bemerkung: Ich habe da den Verdacht, dass ueber http://www.cgb.fr haeufiger Museumsstuecke vor allem aus dem gallischen Sonderreich verkauft werden. Besonders denke ich da an diesen Hammer Postumus Doppelsesterzen mit der "flotten Galeere" vom letzten Herbst. So ein tolles Teil kann doch gar nicht in Privathand sein. Ist aber - wie gesagt - nur ein Verdacht.

Gruss,

Mias

curtislclay
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Beitrag von curtislclay » Mo 08.02.10 07:12

Es handelt sich um die franzözische Nationalsammlung, im Münzkabinett in der Nationalbibliothek untergebracht, mit London und Wien eine der drei besten Sammlungen von antiken Münzen auf der Welt.

Ich verstehe aber nicht, welche Massnahmen man vorhat. Schliessung nur des Ausstellungssaales des Münzkabinettes, oder des gesamten Münzkabinettes? Wenn letzteres, wo soll das Münzkabinett hinkommen?

Ich kann nicht glauben, dass das Münzkabinett schlicht geschlossen, die Kuratoren entlassen, und die Sammlungen irgendwo eingelagert werden sollen. Michel Amandry, derzeitiger Direktor der fränzözischen Nationalbibliothek, ist selbst Numismatiker und dient gleichzeitig als Vorstand des Münzkabinettes!

Es ist ein grosser Fehler zu behaupten, dass das Pariser Münzkabinett nichts für die Öffentlichkeit oder die Wissenschaft leistet! Seit etwa 1970 hat das Münzkabinett angefangen, seine Bestände auf folgenden Gebeiten zu veröffentlichen:

Römische Kaiserzeit: Augustus-Traian in vier Bänden und Aurelian-Florian liegen bereits vor. Sylviane Estiot arbeitet jetzt an dem Probus-Band, der auch die riesige Wiener Sammlung von diesem Kaiser enthalten wird.

Griechische Münzen in der Sylloge-Reihe: Alexandrien bis Traian, Kilikien, Mysien, und Pamphylien/Pisidien/Lykaonien/Galatien liegen bereits vor. Bopearachchi hat die baktrischen Münzen in Paris veröffentlicht.

Byzantinische Münzen: zwei Bände bis 1204 n. Chr. liegen vor.

Zudem geben die Pariser und Londoner Münzkabinette gemeinsam die grundlegende Reihe Roman Provincial Coins heraus; Caesar bis Nero, Bürgerkriege und Flavier, Gordian III. in der Provinz Asia liegen vor.

Dazu kommen noch unzählige von den Pariser Kuratoren verfasste Artikel und Fundberichte hinzu, plus viele Arbeiten auf Gebieten z.B. der keltischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Numismatik, wo ich mich nicht auskenne.

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quisquam
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Beitrag von quisquam » So 21.02.10 21:21

Die Aufregung war wohl grundlos:
http://www.muenzenwoche.de/de/page/4?&id=95

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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