Münzen - Fotographieren

Tipps zur Reinigung, Konservierung und Photographie von Münzen

Moderator: Homer J. Simpson

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mike h
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Re: Münzen - Fotographieren

Beitrag von mike h » So 21.11.21 12:22

Ein bisschen mehr Licht könnte nicht schaden.
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Atalaya
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Re: Münzen - Fotographieren

Beitrag von Atalaya » Mo 22.11.21 15:59

Zwerg hat geschrieben:
So 14.11.21 18:20
Ich arbeite mit einem Winkel von ca. 4 Grad. Einfach einmal ausprobieren.
Das ist ganz wichtig bei modernen Münzen in ST oder PP - aber auch Antike profitieren.
Ich würde einfach eine kleine Versuchsreihe machen
Meine Versuche mit einer spiegelnden, neuen Silbermünze erspare ich Euch. Das scheint die Königsklasse zu sein. ;) Vergleiche in den MA-Shops zeigen, dass es sehr viele Händler auch nicht hinbekommen, aber es gibt eben auch einige Wenige, die den Dreh offenbar raus haben. :?

Hier also eine andere Münze, die mich in der Vergangenheit echt geärgert hat: Gold, klein, flaches Relief, zerkratzt...
20211122_141956.jpg
Das Foto, das mir bislang am Besten gelungen ist, entstand senkrecht von oben, das Licht wurde durch eine Rolle Transparentpapier um die Münze gestreut. Was mir an diesem Foto gefällt, ist einmal der Farbton (einfach draufhalten geht bei Gold gar nicht) und das das Gesicht schön plastisch herausmodelliert ist. Weniger gut ist das Licht im Bereich der Schulter. Da geht das Relief völlig unter.
20211122_154706.jpg
So sieht die Münze dann mit schräg ausgerichteter Kamera aus. Es ist zwar insgesamt etwas überbelichtet, aber so wird auch die Schulterpartie gut ausgeleuchtet, die Details sind immerhin erahnbar.


Richtig schön ist beides nicht :( Das Probieren geht weiter :)

Viele Grüße,
Atalaya

PS: Ist natürlich auch von Percy Metcalfe :)
"...und noch heute ist es in Neapel höchst ergötzlich, die Münzen mit dem Kopfe Murats friedlich neben denen mit dem Kopfe Ferdinands im Gebrauch zu sehen."
Ferdinand Gregorovius, 1853

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Zwerg
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Re: Münzen - Fotographieren

Beitrag von Zwerg » Mo 22.11.21 17:15

Du scheinst nur mit direkten Licht zu arbeiten.
Versuche einmal sowohl direkte Beleuchtung und zusätzlich Streulicht.
Und experimentiere mit der Schräge der Kamera.
Die Wasserwaage auf meine Iphone leistet hier erstmals beste Dienste, da ich gradgenau einstellen kann.

Das untere Bild möchte Niemand haben. Es fehlen alle Zwischentöne und die Kratzer sind zu brutal.

Grüße
Zwerg
ΒIOΣ ΑΝЄΟΡΤAΣΤΟΣ ΜΑΚΡΗ ΟΔΟΣ ΑΠΑNΔΟKEYTOΣ
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mimach
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Re: Münzen - Fotographieren

Beitrag von mimach » Mo 22.11.21 17:36

Zwerg hat geschrieben:
Mo 22.11.21 17:15
Versuche einmal sowohl direkte Beleuchtung und zusätzlich Streulicht.
Und experimentiere mit der Schräge der Kamera.
Ich kann Zwerg nur bestimmen.
Egal mit welchen Lichtsystem du arbeitest, eine winzige Schrägstellung der Kamera hilft.
Hier als Beispiel eine moderne Medaille mit viel spiegelnder Fläche zur 775. Jahrfeier der Stadt Prenzlau.
Durch die Freistellung fällt die kleine Schieflage nicht auf.
Prenzlau 775 Jahrfeier -AV.jpg
Prenzlau 775 Jahrfeier -RV.jpg
——••——
Man verliert die meiste Zeit damit, daß man Zeit gewinnen will.

John Steinbeck (1902-68)
——••——

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Atalaya
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Re: Münzen - Fotographieren

Beitrag von Atalaya » Mo 22.11.21 20:33

Vielen herzlichen Dank für die Tips! Mimach, die Medaille sieht echt top aus!
Zwerg hat geschrieben:
Mo 22.11.21 17:15
... und die Kratzer sind zu brutal.
Stimmt. Könnte ich aber gut mit leben, wenn das übrige stimmen würde. :?

So siehts jedenfalls mit kombinierter direkter und indirekter Beleuchtung aus.
Mit senkrechter Kamera.
20211122_194412_2.jpg
Mit leicht angewinkelter Kamera.
20211122_194502_2.jpg
Ich bin zufriedener, wobei ich jetzt nicht so einen großen Unterschied bemerke. Aber es bleibt sicher noch Raum für Optimierungen. :) Ich werde weiter berichten.
Wirklich interessant, wie die unterschiedlichen Münzmetalle auch fotografisch unterschiedlich behandelt werden wollen.

Atalaya
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