Julisch-Claudische Dynastie
Moderator: Homer J. Simpson
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stilgard
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Re: Julisch-Claudische Dynastie
endlich kann ich die Caesar-Lücke schließen
Für mich historisch ein besonders interessantes Stück, da sich diese Prägung auf die direkte familiäre Abstammung Caesars zur Göttin Venus bezieht.
Die Rückseite zeigt die berühmte Szene, in der Aeneas seinen Vater Anchises trägt.
Geprägt wurden diese Münzen wohl in einer Münzstätte in der Provinz Asia (48-47v. Chr.)
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,68gr
Grüße
Alex
Für mich historisch ein besonders interessantes Stück, da sich diese Prägung auf die direkte familiäre Abstammung Caesars zur Göttin Venus bezieht.
Die Rückseite zeigt die berühmte Szene, in der Aeneas seinen Vater Anchises trägt.
Geprägt wurden diese Münzen wohl in einer Münzstätte in der Provinz Asia (48-47v. Chr.)
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,68gr
Grüße
Alex
- Lucius Aelius
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Re: Julisch-Claudische Dynastie
Meinen schönsten Nero - ein As - konnte ich letztes Jahr erwerben:
Gruss
Lucius Aelius
Lucius Aelius
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Re: Julisch-Claudische Dynastie
Und exakt 2000 Jahre nach seiner Prägung ging mir mein erster Drusus minor ins Netz
Gruss
Lucius Aelius
Lucius Aelius
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Re: Julisch-Claudische Dynastie
Nicht die beste Erhaltung, aber Münzen des Caius, auch Caligula genannt, sind nie billig gewesen.
Seine Regierungszeit fiel in eine schwierige wirtschaftliche Phase, weshalb bei seinen Reichsnominalen AE-Münzen häufig, Edelmetall aber eher selten vorkommen.
Bei diesem Dupondius zu Ehren seiner hingemeuchelten Brüder Nero Caesar und Drusus Caesar zeigt sich
a) eine höchst bemerkenswerte Auffälligkeiten zu einer 200 Jahre später geschlagenen Münze: https://images.app.goo.gl/ToV9LS9zH37BruuE6
Damit scheint es auf der Hand zu liegen, dass es sich bei dem VIRTVS-Typ des Philippus um ein Reiterstandbild handeln dürfte, welches SPQR den beiden Philippi gestiftet hat. Denn beim Caliguladupondius dürfte es sich definitiv um ein solches Ehrenmal aus vergoldeter Bronze gehandelt haben.
b) die kontinuierliche Ausgabe der meisten Caligula-Nominale während seiner 4jährigen Regierung, erkennbar an den Iterationszahlen seiner tribunicia; hier TR P IIII = Mai 40 - Jan. 41.
c) die kontinuierliche Fortsetzung der Hervorhebung der Nobilitas des Princeps, etwa des Vaters Germanicus: Ob nun gewollt oder nicht, die kaiserliche Familie musste sich von den übrigen altaristokratischen stadtrömischen Familien hervorheben, um den Anspruch als "Kaiser" zu untermauern. Am Ende des Bürgerkrieges im 1. Jh. v.Chr. hatte sich gezeigt, dass das Imperium nur durch eine Militärmonarchie regierbar war. Das Paradoxon bei der Aristokratie: Keiner wollte einen Kaiser, aber jeder wollte Kaiser werden.
Ich liebe die Münzen des Caligula, denn er war ein zynischer, aber intelligenter Mann, der in seiner jugendlicher Unbeschwertheit der Welt offen vorführte, wie verlogen sein politisches Umfeld sprich die römische Aristokratie war. Winterling hat das in brillanter Weise mit seiner Caligulabiographie herausgearbeitet!
Zuletzt geändert von Lucius Aelius am Mi 28.06.23 07:39, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss
Lucius Aelius
Lucius Aelius
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Re: Julisch-Claudische Dynastie
Hallo Lucius,Lucius Aelius hat geschrieben: ↑Mi 28.06.23 07:10
Seine Regierungszeit fiel in eine schwierige wirtschaftliche Phase, weshalb bei seinen Reichsnominalen AE-Münzen häufig, Edelmetall aber eher selten vorkommen.
.
wir haben im Studium gelernt, dass einer der Hauptgründe für die geringe Edelmetall- Ausprägung eher darin bestanden hat, dass es kaum Bedarf an neuem Edelmetall, v.a. Silber gab, da sowohl die Staatskasse als auch der Umlauf über große Mengen an Denaren verfügte, v.a. Caius-Lucius-Denare des Augustus und PONTIF-MAXIM des Tiberius.
Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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